Von Stärke, Mut und Willenskraft
Am Nachmittag des 20. Januar 2026 fand im Berufsförderungswerk Leipzig ein besonderer Vortrag statt: Der bekannte Extremsportler und Abenteurer Norman Bücher war als Fachreferent zu Gast und begeisterte rund 80 Mitarbeitende des BTZ und BFW mit einem eindrucksvollen Erfahrungsbericht aus seinem Leben als Extremsportler.
Projekt „7 Continents“ – Erfahrungen an den Grenzen des Machbaren
Norman Bücher ist Initiator des Projektes „7 Continents“, bei dem er über einen Zeitraum von sieben Jahren etwa 20.000 Kilometer durch rund 70 Länder auf allen sieben Kontinenten laufen möchte. Dieses Projekt ist eine Lauf- und Dialoginitiative, mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen weltweit eine Stimme zu geben. Er sammelt ihre Antworten auf sieben zentrale Fragen zu Träumen, Ängsten, Zukunft, Glück, Natur, Veränderung und Botschaften an Staats- und Regierungschefs. Die gesammelten Anliegen sollen dokumentiert, veröffentlicht und zum Abschluss des Projekts – geplant ist eine Übergabe an die UN-Generalversammlung in New York – getragen werden.
Seine Reisen führten ihn dabei durch extreme Klimazonen, abgelegene Regionen und Situationen, in denen körperliche Belastbarkeit, mentale Stärke und Willenskraft entscheidend waren. In seinem Vortrag berichtete er authentisch von diesen Grenzerfahrungen, von Rückschlägen, Zweifeln und der Kraft, dennoch weiterzugehen.
Mentale Stärke, Mut und Willenskraft als Erfolgsfaktoren
Ein zentrales Thema des Fachreferats war die Bedeutung mentaler Stärke. Bücher machte deutlich, dass Erfolg – im Sport wie im Leben – weniger von äußeren Umständen als von innerer Haltung abhängt. Mut, Durchhaltevermögen und der konstruktive Umgang mit Scheitern seien Fähigkeiten, die er sich über Jahre hinweg erarbeitet habe und die weit über den Extremsport hinaus Bedeutung haben.
Übertragung auf berufliche Rehabilitation und Arbeitsalltag
Besonders wertvoll für die Mitarbeitenden des BFW Leipzig war die Übertragung der Extrem-Erfahrungen auf die berufliche Rehabilitation. Strategien zum Erreichen von Zielen, das Denken in Etappen und die Wichtigkeit der eigenen Motivation lassen sich direkt auf Rehabilitationsprozesse und auf die eigene Arbeit anwenden. Sowohl Teilnehmende als auch Fachkräfte profitieren davon, wenn Entwicklung als Weg mit Höhen und Tiefen verstanden wird.
„Man läuft nicht 100 Kilometer – sondern hundert Mal einen Kilometer“
Ein inspirierender Auftritt mit nachhaltiger Wirkung
Der Auftritt von Norman Bücher war nicht nur informativ, sondern inspirierend. Der Vortrag bot neue Perspektiven, stärkte den Blick auf individuelle Ressourcen und zeigte eindrucksvoll, wie Erfahrungen aus Extremsituationen Impulse für persönliche Entwicklung, Zusammenarbeit und erfolgreiche Rehabilitation liefern können.